Veranstaltungstermine 2026 - Museum & andere
Achtung: für alle hier aufgeführten Termine gilt: informieren sie sich bitte unmittelbar vor den Veranstaltungen bei den Organisatoren, ob die Treffen oder Veranstaltungen stattfinden werden.
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Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg
Ausstellung
Sonntag, 12. Januar, 14 Uhr, 1,50 Euro, zuzüglich Museumseintritt: Kunst und Kultur in Ostpreußen – die Höhepunkte der Sammlung. Führung durch die Dauerausstellung mit Dr. Gisela Aye. In der Sonntagsführung führt Dr. Gisela Aye mit besonderem Blick durch die Dauerausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums. Die sakralen und profanen Höhepunkte werden in den verschiedenen Bereichen vorgestellt. Die bedeutende Königsberger Kunstakademie, die viele berühmte Künstler hervorgebracht hat, aber auch Einzelphänomene wie Käthe Kollwitz und Lovis Corinth können näher betrachtet werden und viel Wissenswertes über die ostpreußische Kultur entdeckt werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder E‑Mail: bildung[At]ol-lg.de erforderlich.
17. Januar bis 15. März: Kabinettausstellung, Baltische Bildungseinrichtungen. Orte, Akteure und Konzepte.
Bildung ist ein Schlüsselthema der baltischen Geschichte. Über Jahrhunderte beeinflusste die deutsche Oberschicht die Orte, Strukturen und Konzepte der Bildung im Baltikum: von der kirchlichen Bildung im Mittelalter bis zur Hochschulbildung an der Kaiserlichen Universität Dorpat/Tartu.
Die baltischen Bildungseinrichtungen waren Ausdruck einer nach Ständen gegliederten Gesellschaft. Sie zeigten das Ungleichgewicht zwischen Elite und Mehrheitsbevölkerung auf. Gleichzeitig beanspruchten sie in vielerlei Hinsicht ein gerade durch die Aufklärung befördertes idealistisches Versprechen einer Bildung für alle Bevölkerungsteile. Im Laufe der Zeit erlebten diese Einrichtungen zahlreiche Veränderungen. In der ständisch geprägten Gesellschaft bot Bildung oft den einzigen Weg zu sozialem Aufstieg. Bis heute prägt sie das Selbstverständnis Estlands und Lettlands.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in einflussreiche Bildungseinrichtungen für Deutschbalten, Esten und Letten. Sie zeichnet so wichtige Etappen der baltischen Bildungsgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart nach.
Veranstaltung
Freitag, 16. Januar, 18.30 Uhr: Eröffnung der neuen Kabinettausstellung „Baltische Bildungseinrichtungen. Orte, Akteure und Konzepte“, Eintritt frei.
Bildung ist ein Schlüsselthema der baltischen Geschichte und prägt bis heute das Selbstverständnis Estlands und Lettlands. Über Jahrhunderte beeinflusste die deutsche Oberschicht die Orte, Strukturen und Konzepte der Bildung im Baltikum. Die Eröffnung umfasst eine Einführung in die Ausstellung durch die Mitkuratorin Dr. Silke Pasewalck vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE). Zuvor richtet Prof. Dr. Kerstin von Lingen, Vorsitzende der Verbandsstiftung der Baltischen Ritterschaften, ein Grußwort an die Gäste.
Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de erforderlich.
Sonntag, 25. Januar, 14 bis 17 Uhr, Gebühr inklusive Wolle: Erwachsene 20,– Euro und Kinder 10,– Euro: Familiennachmittag „Filzworkshop für Anfänger und Fortgeschrittene“. An diesem Familiensonntag wird es bunt, kuschelig und kreativ im Museum – einfach perfekt für die kalte Winterzeit! Gemeinsam können Groß und Klein den Umgang mit der Filznadel lernen und kleine Kunstwerke mit nach Hause nehmen. Hier erwartet die Teilnehmer ein kreatives Erlebnis, das die Fantasie anregt – perfekt für einen Familienausflug!
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: bildung@ol-lg.de erforderlich.
Mittwoch, 28. Januar, 18.30 Uhr, Eintritt: 6,– Euro: Ein Abend für E.T.A. Hoffmann anlässlich seines 250. Geburtstages. Vortrag und Lesung mit Jörg Petzel und Bernd Hesse. Schriftsteller, Jurist, Komponist, Zeichner und Karikaturist – E. T. A. Hoffmann (1776 – 1822) war ein wahres Multitalent. Das anlässlich seines 250. Geburtstages erschienene Büchlein „Schnurrpfeifenkarussell. E. T. A. Hoffmann – eine Biographie“ gibt spannende Einblicke in das Leben, Werk und Wirken des Ausnahmekünstlers.
In Gedichten des Juristen und Schriftstellers Bernd Hesse, Kommentaren des Literaturwissenschaftlers Jörg Petzel und Illustrationen von Stephan Klenner-Otto entfaltet sich Hoffmanns Leben als buntes Panorama. Das „Schnurrpfeifenkarussell“ zeugt von einer außergewöhnlichen Kennerschaft Hoffmanns und weiß einiges Erstaunliches zu berichten: zum Beispiel von der sogenannten Karikaturenaffäre, die Hoffmann als Beamten eine Strafversetzung einbrachte. Mit zahlreichen Fakten und Anekdoten sorgen die Autoren für eine ebenso erhellende wie vergnügliche Lektüre – und für einen Abend voller literarischer Entdeckungen.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de erforderlich.
Sonntag, 1. Februar, 14 Uhr, 1,50 Euro zuzüglich Museumseintritt: Kurzweilige Einblicke in die baltische Bildungsregion Führung durch die Kabinettausstellung „Baltische Bildungseinrichtungen“ mit Dr. Eike Eckert. Wann konnten Esten und Letten zur Schule gehen? Was hat der Pastor Ernst Glück mit der Schulbildung der Letten zu tun? Welche Rolle spielten die Herrnhuter im Baltikum? Wieso sollte die Kaiserliche Universität Dorpat/Tartu zunächst im kurländischen Mitau/Jelgava eröffnet werden? Und warum gab es in Pommern nach dem Ersten Weltkrieg eine Baltenschule? – All diese Fragen und mehr erörtert Kurator Dr. Eike Eckert in seiner Führung, bei der er Sie auf eine facettenreiche Reise durch die baltische Bildungsgeschichte nimmt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: bildung@ol-lg.de erforderlich.
Dienstag, 3. Februar, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,– Euro inklusive Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck: 52 deutsche Jahre – Eine preußische Familienchronik durch fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte. Lesung und Vortrag des Autors Dr. Harald Walter im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“. Der Autor beleuchtet in seiner eindrucksvollen ostpreußischen Familiensaga die dramatischen Jahrzehnte von 1894 bis 1945 – zwischen Krieg und Frieden, Verlust und Neubeginn. Die Erzählung führt durch das Ende des Deutschen Kaiserreichs, die Herausforderungen der Weimarer Republik, die Aufbruchsstimmung der „Goldenen Zwanziger“ und die düsteren Jahre des Nationalsozialismus. Über zwei Generationen hinweg erlebt eine preußische Familie, wie politische Entscheidungen, gesellschaftliche Umwälzungen und zwei Weltkriege ihr Leben prägen und verändern. Es sind Jahre voller Umbrüche, Entbehrungen und Zweifel, aber auch voller Liebe, Hoffnung und Mut. Eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de ist erforderlich.
Donnerstag, 12. Februar, 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei: Farbenfrohes Filzen, Kinderclub mit Joanna Margner. In diesem Kinderclub wird es bunt und kuschelig. Gemeinsam entdecken die Kinder, wie aus weicher, pflanzengefärbter Wolle kleine Kunstwerke entstehen. Unter Anleitung lernen sie den sicheren Umgang mit der Filznadel und bekommen Schritt für Schritt gezeigt, wie mit jeder Nadelbewegung ein neues Lieblingsstück heranwächst. Mit viel Freude, Kreativität und praktischen Tipps entstehen kleine Filzfreunde, die natürlich mit nach Hause genommen werden dürfen. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E Mail: bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
Dienstag, 17. Februar, 14.30 Uhr, Eintritt: 9,– Euro inklusive Eintritt, Kaffee, Tee und Gebäck: Ein Spaziergang durch das Hauptgestüt Trakehnen. Vortrag von Rainer Proschko und Katja Eichhorn im Rahmen der Reihe „Museum Erleben“. Im Jahr 1732 wurde der Grundstein für das Königliche Gestüt Trakehnen gelegt, das sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem der bedeutendsten Gestüte der Welt entwickelte. Die Veranstaltung beleuchtet seine Entstehungsgeschichte: Wie begann alles, was machte den Kern des damaligen Gestüts aus, und welche baulichen und organisatorischen Veränderungen prägten seine Entwicklung in den darauffolgenden 200 Jahren? Die Referenten zeigen teilweise noch nie veröffentlichte Fotos, die von einem Nachlass an das Ostpreußische Landesmuseum stammen, und erklären, welche Umstände dazu führten, dass in Trakehnen höchste Zuchtleistungen erreicht wurden. Eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: info@ol-lg.de ist erforderlich.
Donnerstag, 26. Februar, von 15 bis 17 Uhr, Eintritt frei: Die Farben des Himmels – Malen mit Aquarellfarben. Kinderclub mit Katja Eichhorn. Warum ist der Himmel morgens rosa, mittags blau und abends orange? Bei diesem Thema beschäftigen sich die Kinder mit den verschiedenen Farben, die der Himmel je nach Tageszeit und Wetter hat. Mit welchen Farben wird der Himmel besonders strahlend? Mit Aquarellfarben können die Kinder üben, wie Wolken entstehen, wie ein Farbverlauf gemalt wird und wie selbst ein grauer Himmel lebendig wirkt. Mit Pinsel, Farbe und viel Fantasie entstehen ganz eigene Himmelbilder zum Mitnehmen. Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet der kostenlose Museums-Kinderclub für Schulkinder von 6 bis 12 Jahren statt. Der Einstieg ist mit vorheriger Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder per E-Mail: bildung@ol-lg.de jederzeit möglich.
Donnerstag, 26. Februar, 18.30 Uhr, Eintritt: 6,– Euro: Schule im Haus – Schule in der Schule. Baltische Bildungsgeschichten, Vortrag von Dr. Heinrich Bosse. Das Elternhaus, die Kirche, der Staat – das sind die drei großen Kräfte, die in der Neuzeit darüber zu bestimmen hatten, wie Kinder ausgebildet werden. Sie haben im Lauf der Geschichte miteinander konkurriert, aber auch zusammengearbeitet. In einer Bildungsregion wie dem Baltikum mit seinem Gemisch von Nationen und Religionen ergibt das kein ordentliches Bild, kaum eine ordentliche Geschichte. Aber immerhin Geschichten, die man im Geist von Jacob Mikanowski („Adieu, Osteuropa“) erzählen kann. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung unter Telefon (04131) 759950 oder E-Mail: info@ol-lg.de erforderlich.
Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Internet: www.ostpreussisches-landesmuseum.
Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen
Stillgeschwiegen – Die Vertriebenen in der SBZ und DDR, Ausstellung vom 7. Februar bis zu 19. April. Eine wichtige gesellschaftliche Gruppe in der DDR, die bis 1989 nicht als Gruppe auftreten durfte, waren die ca. 4,3 Millionen deutschen Heimatvertriebenen, die mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch Flucht oder Vertreibung in die damalige Sowjetische Besatzungszone (SBZ) gelangten. Mehr als vier Jahrzehnte lang wurde das Lebensschicksal dieser Menschen ausgeblendet und in die private, familiäre Erinnerung abgedrängt. Die politisch verordnete Verschmelzung der Vertriebenen mit der DDR-Gesellschaft und auch deren wirtschaftliche Etablierung mag oberflächlich betrachtet gelungen sein. Eine emotionale und historische Aufarbeitung, die das subjektive Empfinden über die offizielle Negierung des traumatischen Schicksals berücksichtigt, Empathie erzeugt und Interesse am Thema zugelassen hätte, fand bisher nur unzureichend statt.
Kulturzentrum Ostpreußen, Schloßstraße 9, 91792 Ellingen, Internet: www.kulturzentrum-ostpreussen.de
Westpreussisches Landesmuseum in Warendorf
Vom grundlosen Kolk bis zum Revekohl – Sagenhaftes aus Warendorf und der Kaschubei
Ausstellugsdauer: 31.01. bis 28.06.2026
Mit dieser gemeinsamen Ausstellung laden das Westpreußische Landesmuseum (WLM), kluck.kola und Figurenschneider – Norman Schneider dazu ein, in unentdeckte Märchen- und Sagenwelten einzutauchen. Unter dem Titel „Vom grundlosen Kolk bis zum Revekohl – Sagenhaftes aus Warendorf und der Kaschubei“ entfaltet sich die Ausstellung in zwei Bereichen: Einer führt in die Sagenwelt der Kaschub:innen ein, der andere präsentiert Geschichten, Requisiten und Szenenbilder rund um die Entstehung des Warendorfer Märchenfilms „Die fantastischen Geschichten des Professor Kluck“, der ab 29. Januar 2026 im Warendorfer Kino Scala zu sehen ist.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 31.01.2026 um 20 Uhr, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Hier finden sie, weitere Informationen zu Ausstellungen und Veranstaltungen des Westpreussisches Landesmuseum in Warendorf.
Gerhart-Hauptmann-Haus
Düsseldorf – Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Deutsch-osteuropäisches Forum, Bismarckstraße 90. www.g-h-h.de.
Lesung und Gespräch,
Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr: „Alte Wut“ – Warum ich an den Ort reiste, von dem mein Vater einst fliehen musste, Lesung und Gespräch mit der Autorin Caro Matzko. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“.
Hannes Ringlstetter: „Was für eine berührende Geschichte über die deutsche Geschichte und über eine von ihr berührte moderne Frau. Die darüber offen reden und schreiben will, und vor allem ihre damit verbundene eigene Geschichte brillant erzählen kann. Mit vollem Herzen. Caroline Suchmaschine hat mit diesem Buch das für uns Menschen Wichtigste gefunden: Frieden!“
Manchmal sind Erinnerungen kein Paradies, sondern ein Fluch, den man fast nicht vertreiben kann. Als Zehnjähriger floh Caro Matzkos Vater aus Ostpreußen. Er verlor seine Heimat, seine Kindheit und erlebte Dinge, die kein Mensch je vergisst. Achtzig Jahre später reist seine Tochter seine Fluchtroute zurück, auf der Suche nach Antworten, um zu verstehen, warum sich die seelischen Verletzungen ihres Vaters in ihrem eigenen Leben fortpflanzen konnten. Wo liegt der Ursprung ihrer durchlebten Magersucht, ihrer Kämpfe gegen Depression und Burnout? Wie vererben sich Traumata von einer Generation auf die nächste? Mit schonungsloser Ehrlichkeit und unerschrockenem Humor erzählt die Journalistin von einer schmerzhaften Reise, die ihr alles abverlangt. Matzko wurde 1979 in Ulm geboren. Sie hat Kommunikationswissenschaft, Politik und Soziologie studiert und ist Autorin, Journalistin, Key-Note-Speakerin und Moderatorin bei Podiumsdiskussionen sowie im Radio und TV. Sie arbeitet für bayern2, ARD und ARTE und ist Co-Moderatorin der BR-Kultfernsehsendung „Ringlstetter“. Mit ihrer Familie lebt sie in München.
Offene Theaterprobe „Teller im Topf“,
25. Januar, 14, 15 und 16 Uhr, generationenübergreifendes Projekt zu Flucht und Vertreibung.
Die Düsseldorfer darstellende und bildende Künstlerin Marlin de Haan und ihr Team beschäftigen sich mit generationenübergreifenden Überbleibseln von Flucht, Vertreibung und Migration. Sie fragen nach Erinnerungen, den Gedächtnislücken, dem Schweigen, nach Familienrelikten und -ritualen: Wie viel Gegenwart lässt sich damit erzählen? Als Zwischenergebnis der vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderten Arbeitsphase bietet das Team eine offene Theaterprobe von je 30 Minuten zum Hineinschnuppern an. Im Anschluss findet jeweils ein kurzes Publikumsgespräch statt. Die Premiere der Theaterperformance ist für den Herbst 2025 geplant. Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten unter post[At]marlindehaan.de Kontaktaufnahme und weitere Informationen zum Projekt unter derselben E-Mail-Adresse.
Theaterprojekt zu Flucht und Vertreibung
Donnerstag, 29. Januar, 14 Uhr: „Teller im Topf“, Startpunkt der mobilen Aufführung: FFT Düsseldorf, Konrad-Adenauer-Platz 1.
Wie viel Loslassen braucht das Ankommen? Was macht eine vielfältige Gesellschaft aus? Diesen Fragen widmete sich die Düsseldorfer Künstlerin Marlin de Haan gemeinsam mit ihrem Team in einem generationenübergreifenden Labor im Gerhart-Hauptmann-Haus. Die Teilnehmenden tauschten sich aus über persönliche und weitergegebene Erfahrungen, Flucht und Vertreibung, zurückgelassene Lebensmittelpunkte, neue und alte Heimaten, Rituale und Relikte, Erinnerungen und Erinnerungslücken. Gemeinsam entwickelten sie „Teller im Topf“, einen inszenierten Parcours zwischen Roadmovie und Performance.
Das Besondere: „Teller im Topf“ ist eine mobile Aufführung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer begeben sich selbst auf den Weg – ein gemeinsamer Fußmarsch führt während der Performance vom FFT Düsseldorf zum in der Nachbarschaft gelegenen Gerhart- Hauptmann-Haus auf der Bismarckstraße. Der Weg wird Teil der Inszenierung, die Bewegung selbst zum Ritual des Ankommens.
Die Veranstaltung dauert etwa 60 Minuten, Tickets im Vorverkauf über FFT Düsseldorf, www.fft-duesseldorf.de, Telefon (0211) 8767870, E-Mail: info@fft-duesseldorf.de, weitere Aufführungstermine: Sonnabend, 31. Januar, 14 und 16 Uhr, Freitag, 6. Februar, 14 und 16 Uhr, Sonnabend, 7. Februar, 14 und 16 Uhr.
Spielenachmittag im GHH,
Freitag, 16. Januar, 15 Uhr, Anmeldeschluss: Donnerstag, 15. Januar, unter E-Mail: bibliothek@g-h-h.de oder Telefon (0211) 1699-130: Kuriose und außergewöhnliche Gesellschaftsspiele aus Ost und West, Spiele kennen keine Sprachgrenzen, sie bringen Menschen zusammen, fördern den Austausch und machen einfach Spaß. Die Bibliothek im GHH lädt alle ab 14 Jahren zu einem unterhaltsamen Spielenachmittag ein, bei dem außergewöhnliche und kuriose Karten- und Brettspiele aus Ost und West im Mittelpunkt stehen.
Entdecken Sie Klassiker und Raritäten aus unserer Spielesammlung oder bringen Sie eigene Schätze mit. Besonders willkommen sind Spiele mit Bezug zur Geschichte und Geografie Deutschlands und seiner östlichen Nachbarn. Ob alt oder neu, historisch oder kurios: Wir spielen gemeinsam, lernen uns kennen und genießen einen unterhaltsamen Nachmittag.
Seminar in Königswinter-Heisterbacherrott,
Montag, 13. April, bis Freitag, 17. April, Anmeldeschluss ist Mittwoch, 14. Januar, Haus Schlesien, Dollendorfer Straße 422: Geschichte spielend verstehen! Der Ost-West-Konflikt im 20. Jahrhundert, Seminar mit Dr. Sabine Grabowski, GHH. Historische Zusammenhänge sind oftmals komplex und manche Entscheidung der Vergangenheit ist heute schwer nachvollziehbar. Ein Weg, ein Verständnis historischer Ereignisse zu erreichen, ist die spielerische Auseinandersetzung mit der Geschichte. Im geschützten Rahmen des Spiels lassen sich vergangene Entscheidungssituationen nachstellen und können in ihren Bedingungen nachvollzogen werden. Mit verschiedenen Brettspielen aus Ost und West wollen wir uns mit besonderen Gegebenheiten des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen und den das Jahrhundert prägenden Systemkonflikt verstehen. Nach einer historischen Einführung in den jeweiligen Themenbereich werden verschieden komplexe und teils auch kuriose Gesellschaftsspiele gemeinsam gespielt und auf ihre Aussagefähigkeit zur Geschichte des Ost-West-Konflikts geprüft. Ein Besuch der neuen Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn rundet das Programm ab.
Weitere Informationen bei Dr. Sabine Grabowski, E-Mail: grabowski@g-h-h.de, Telefon (0211) 1699113. Dieses Seminar der politischen Erwachsenenbildung ist als Bildungsurlaub nach dem Bildungsurlaubsgesetz anerkannt. Bitte melden Sie sich bei der VHS Düsseldorf für die Kursgebühr: https://vhs.duesseldorf.de/vhs/, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und VHS Düsseldorf.
HerStories,
läuft bis 28. Februar – Auf den Spuren jüdischer Frauen in Europa. Die Ausstellung beleuchtet die facettenreiche europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive von sieben jüdischen Frauenschicksalen aus Deutschland, Polen, Griechenland, Spanien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien: Rosa – Katarína – Ludmila – Irena – Vera – Lisa – Dory. Die Geschichten dieser Frauen führen die Besucher auf eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert, beginnend mit den ersten Jahrzehnten, über die Zwischenkriegszeit, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust bis hin zur Nachkriegszeit. Die Lebensgeschichten verweben sich zu einem vielschichtigen Bild des Jahrhunderts aus weiblicher Perspektive – Erfahrungen von Verfolgung, Deportation und Flucht sowie von Überleben, Widerstand und neuen Lebensentwürfen nach der Shoah und dem Zweiten Weltkrieg.
Die Ausstellungstafeln zeigen ihr Aufwachsen in der jüdischen Familie vor dem Krieg, behandeln Themen wie Verliebtsein, Schule und alltägliche Hoffnungen und Herausforderungen. Die Interviews, Memoiren und individuellen Berichte der Frauen ermöglichen wertvolle Einblicke in ihre individuellen Leben, ihre Rollen in der Gesellschaft und ihre (Über-)Lebensstrategien während des Krieges. Das Projekt „HerStories“ wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Citizens, Equality, Rights and Values“, kurz CERV, kofinanziert. Zu den Partnern gehören Centropa – Zentrum für Jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. (Hamburg, Deutschland), das Jüdische Museum Galizien (Krakau, Polen), das Jüdische Museum von Griechenland (Athen, Griechenland), Mozaika (Barcelona, Spanien), Centropa Alipitvany (Budapest, Ungarn) und Jugend- und Kulturprojekt e.V. (Dresden, Deutschland). In Kooperation mit: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V. Versöhnung für Europa, läuft bis zum 31. Januar – Das Thema der Ausstellung ist der deutsch-polnische Versöhnungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere der Brief der polnischen Bischöfe von 1965, der den berühmten Satz „Wir gewähren Vergebung und bitten um Vergebung“ enthält. Der Initiator des Briefes, der katholische Bischof Bolesław Kominek, formulierte den Brief gemeinsam mit den polnischen Bischöfen am 18. November 1965 in Breslau. Zahlreiche Historiker weisen darauf hin, dass ohne den Brief der Prozess der Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen sehr schwierig gewesen wäre. Der Brief veränderte die Haltung der Polen gegenüber den Deutschen grundlegend und trug dazu bei, dass die westdeutsche Öffentlichkeit die neue Oder-Neiße-Grenze akzeptierte. Die Aussöhnung führte zu einer Stabilisierung der Lage in unserem Teil Europas und ermöglichte nach dem Zusammenbruch des Kommunismus die rasche Osterweiterung der EU. Die deutsch-polnische Ausstellung „Versöhnung für Europa“ erinnert auch an weitere Personen und Initiativen auf polnischer und deutscher Seite, die am Aussöhnungsprozess maßgeblich beteiligt waren, darunter Günter Särchen, Alfons Erb, Walter Dirks, Professor Ludwig Raiser. Gleichzeitig werden historisch relevante Ereignisse thematisiert, wie Willy Brandts Kniefall vor dem Ehrenmal des jüdischen Ghettos in Warschau im Jahre 1970 oder die Heilige Messe in Kreislau [Krzyżowa] am 12. November 1989, bei der Bundeskanzler Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki, der erste nichtkommunistische Ministerpräsident Polens, Friedensgrüße austauschten. Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Haus Schlesien, dem Zentrum für Erinnerung und Zukunft in Breslau und DPG Köln-Bonn e.V. – Die Ausstellung wurde kofinanziert vom Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narowodowego/Ministerium für Kultur und Nationales Erbe.