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Verlag Heiligenwalde


Helmut Borkowski
Die Kämpfe um Ostpreußen
und das Samland 1944-1945. 
Erweiterte Neuauflage 2014

Die Heimatkreisgemeinschaft Landkreis Königsberg (Pr) e.V. hat einen 366 Seiten starken Band in DIN A4-Format vorgelegt, in dem die Ereignisse 1944 bis 1945 in Ostpreußen und besonders im Samland akribisch geschildert werden.

Bereits Mitte der neunziger Jahre veröffentlichte der Autor Helmut Borkowski die Arbeit "Die Kämpfe im Samland", eine akribisch recherchierte und geschilderte Beschreibung der Kampfhandlungen 1944/1945. Der Leser konnte die Verteidigung, die Eroberung und den Verlust von jedem Dorf, jeder Brücke, jedes Bahnhofes im Samland nachvollziehen, anhand eines umfangreichen Quellenmaterials.

Dieses Quellenmaterial konnte der Autor Helmut Borkowski nun mit russischen Quellen erweitern. Er nennt im Vorwort die Bücher von Marschall Schukow und Marschall Wassilewski, die ihm wichtiges Material geliefert haben.

Borkowski beginnt mit der Rekonstruktion der russischen Pläne zum Sommerfeldzug 1944, die im Mai 1944 in Moskau aufgestellt wurden. Mit zwei Fronten sollten die Deutschen im Raum Witebsk und bei Minsk vernichtet werden. Dass die Pläne gelangen, führt Borkowski auf strategische Fehlentscheidungen Hitlers zurück, der im Unterschied zu Stalin nicht mehr auf die Generäle hörte. "Je länger der Krieg dauerte, um so starrsinniger wurde Hitler" (S. 9), stellt Borkowski fest und macht manchen Vorschlag, wie man anders hätte operieren können. Der Autor bedauert durchgehend die zahlreichen Opfer, die man hätte vermeiden können, und die verheerenden Folgen für die ostpreußische Zivilbevölkerung.

So erreichten am 1. August 1944 russische Panzer fast die ostpreussische Grenze. Borkowski schildert die Geschehnisse, indem er jede militärische Einheit, jede Kampfhandlung mit Datum aufführt. Historiker bekommen hier - und das gilt für das ganze Buch - ein detailliertes Nachschlagewerk. Von besonderem Interesse dürfte das Werk für die Militärgeschichte sein.

"Am 5.10.1944 begann die sowjetische Offensive gegen Tilsit und Memel." (S. 32) "Die Stadt Memel wurde bis zum 7. Oktober von Zivilisten geräumt. Volkssturm, Polizei, Grenzschutz und Luftschutzposten blieben zurück. Von der ländlichen Bevölkerung ist etwa ein Drittel in russische Hände gefallen." (S. 33) Die ostpreußische Tragödie nimmt ihren Lauf.

Auf 200 Seiten werden die Kämpfe um Gumbinnen, Memel, Königsberg, Cranz, Fischhausen, Heiligenbeil, Rauschen, Pillau usw. geschildert. Das interessiert nicht nur die Historiker, das berührt auch die ostpreußischen Landsleute, die hier Gelegenheit haben, Genaues über das Schicksal ihres Heimatortes zu erfahren.

Ich mache "Bibelstechen", d.h. ich greife willkürlich Stellen aus dem Werk heraus. Ich treffe das Kapitel "Die Räumung des Brückenkopfes Memel und der Angriff von Cranz nach Südwesten Richtung Fischhausen". Da heißt es: "Am Morgen des 5.2.1945 gab es folgende Lage: Die 58. Inf.-Div. stand hinter dem Pobether Mühlenfließ mit rechtem Flügel 2 km südwestlich von Pobethen und mit linkem Flügel an der Ostsee. Der Feind war der Division gefolgt und griff laufend an. Die 95. Inf.-Div. stand im Raum zwischen Pobethen, Neukuhren und Rauschen ... Die Orte Weidehnen, Thierenberg und Gr. Ladtkeim waren vom Feind besetzt." (S. 139-140) Oder an anderer Stelle: "Am 17. Februar 1945 befahl das russische Oberkommando der hier eingesetzten Front im Samland, die Kräfte nicht weiter zu zersplittern, sondern zuerst das Samland von deutschen Truppen zu säubern." (S. 142) Borkowski analysiert die russische Entscheidung: "Dies wäre militärisch der richtige Weg gewesen. Dann wären Königsberg und der Kessel von Heiligenbeil restlos abgeschnitten worden und wie eine reife Frucht den Sowjets in die Hände gefallen." (S. 142) Neben die Anerkennung für das militärische Geschick des Gegners tritt jedoch der Gedanke an das Schicksal der eigenen Landsleute. "Das wäre das Ende für damals 400.000 Soldaten und Hunderttausende Flüchtlinge gewesen." (S. 142)

So gingen die zermürbenden Kämpfe weiter, um jeden Hof und um jede Straße. "Beim Gut Rablacken sicherten einige Panzer nach Norden, nach Westen wurde Gut Landkeim erobert" (S. 149). "Vor Gut Reeßen blieb der Angriff liegen... Um die Höhe des Galtgarbens tobte tagelang ein erbittertes Ringen. Mehrmals wechselte die Höhe ihren Besitzer, blieb aber schließlich in sowjetischer Hand" (S. 154).

Jede freigekämpfte Bahnlinie und Straße ermöglichte die Rettung von Zivilpersonen. Vom 19.2.-23.2.1945 wurde auch Königsberg wieder frei-gekämpft, so dass Menschen über den Seeweg gerettet werden konnten. Mit Gauleiter Koch geht Borkowski scharf ins Gericht. "Hätte er auf die Frontbefehlshaber gehört und eine rechtzeitige Evakuierung Ostpreußens durchgeführt, hätten viele Menschen gerettet werden können, Not und Verzweiflung hätten erspart werden können. Dieser Mann war ein Verhängnis für uns Ostpreußen" (S. 194).

Der Endkampf um Ostpreußen wird auf fast 100 Seiten geschildert, und dann stellt Borkowski die Frage: "Haben wir Deutschen beim Ost-Feldzug eine Chance gehabt?" Es folgt eine lesenswerte Überlegung zu militärisch und politisch problematischen Entscheidungen.

Werner Schuka, der für Layout und Druckvorbereitung des Bandes verantwortlich ist, fügt redaktionelle Ergänzungen an: Zeittafeln und Presseartikel aus der "Preußischen Allgemeinen Zeitung" sowie Briefe als Zeitzeugnisse.

Das Buch wird über die "Heimatkreisgemeinschaft Landkreis Königsberg e.V." in Minden ausgeliefert und kostet 23 Euro zzgl. 3 Euro Versandkostenpauschale.

 Bestelladresse:
Dr. Bärbel Beutner, 59423 Unna, Käthe-Kollwitz-Ring 24,
Tel.: 02303-14017. 
ePost: hkg-koe-land@t-online.de
 

Quelle:
Ein Beitrag von Dr. Bärbel Beutner, Mai 2014


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