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Provokation pur
Historiker Stefan Scheil über polnische Großmachtphantasien zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Während der Historiker und Cambridge-Professor Christopher Clark mit seinem neuen Buch „Die Schlafwandler“ viel mediale Aufmerksamkeit genießt und dafür gelobt wird, dass er einer breiten Öffentlichkeit deutlich macht, dass der Erste Weltkrieg nicht von Deutschland allein verschuldet wurde, sondern viele Nationen eine Teilschuld an dessen Ausbruch trifft, versucht der deutsche Historiker Stefan Scheil eine ähnliche Position bezüglich des Zweiten Weltkriegs zu verbreiten. In „Polen 1939. Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“ schreibt Scheil über die Aggressionen die nach dem Ersten Weltkrieg von polnischer Seite gegen Deutschland, aber auch gegen andere Länder ausgegangen seien. Er betont zwar im Vorwort, dass er damit nicht die Schuld des nationalsozialistischen Deutschlands kleinreden wolle, doch das reicht in der politisch korrekten Historikerzunft nicht, um akzeptiert zu werden.

Anhand zahlreicher Zitate polnischer Politiker belegt Scheil den Expansionsdrang des jungen Staates Polen, der, kaum sei er endlich unabhängig und selbstständig gewesen, nicht nur davon geträumt habe, seinen deutschen und russischen Erzfeinden Gebiete abzunehmen. Auch Weißrussland, Litauen oder die Ukraine sollten Federn lassen, so dass Polen von der Ostsee bis ans Schwarze Meer und im Westen an die Oder reichen sollte. Zur Erreichung dieses Ziels seien vor allem Frankreich und Großbritannien als Partner umworben worden, während im eigenen Land nicht-polnische Bevölkerungsteile polonisiert oder außer Landes gejagt worden seien. Vor allem die deutsche Bevölkerung sei massiv drangsaliert worden. Im Zusammenhang mit nicht polonisierungsfähigen Masuren schreibt Scheil sogar von „Ausrottungspolitik“, was ein sehr drastischer Begriff ist, der aber auf eine polnische Quelle Bezug nimmt, in der im Zusammenhang mit jenen Bevölkerungsteilen von „Parasiten“ gesprochen wird. Derartige Hinweise passen jedoch nicht in die bei Historikern etablierte These, dass Polen grundsätzlich Opfer gewesen sei.

Doch auch wenn der Autor deutlich macht, dass das deutsch-polnische Verhältnis schon lange vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zerrüttet war, vor allem weil von polnischer Seite häufig Grenzverletzungen verübt worden seien, so hat der lange Aufsatz – denn viel mehr stellen seine Ausführungen nicht dar – etwas Trotziges an sich. Vor allem seine Faktensammlung passt vom Stil eher zu einer Streitschrift, statt zu einer wissenschaftlichen Arbeit. Dort geht es über fast sechs Seiten auf folgende Weise: „Wurden in Polen seit Ende des 19. Jahrhunderts Ansprüche auf deutsches Territorium formuliert? Ja. Erstreckten sich diese Forderungen nur auf Gebiete, die mehrheitlich polnisch besiedelt waren? Nein.“ Das ist zwar informativ, für Scheils Gegner aber Provokation pur. - Bel

Stefan Scheil: „Polen 1939. Kriegskalkül, Vorbereitung, Vollzug“, Verlag Antaios, Schnellroda 2013, geb., 96 Seiten, 8,50 Euro
  

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 45/13 v. 09.11.2013


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